Illusionismus und Zeitkritik als künstlerisches Prinzip
Die Stilllebenmalerei spielt im Werk von Sigrid Oltmann neben der Portraitmalerei eine entscheidende Rolle.
Der Trompe-l’œil bei Sigrid Oltmann ist in dem Sinne perfekt wie die von Plinius d. Ä. in seiner „Naturgeschichte“ geschilderte Malkunst des antiken Malers Zeuxis, der Trauben so wirklichkeitsgetreu gemalt habe, dass Vögel versuchten, sie zu picken.
Sigrid Oltmann beherrscht die Maltechniken von Grund auf. Sie spielt mit den Regeln der Optik, beherrscht die Kunst des Sehens.
In ihren Jagdstücken entfaltet sie einen Surrealismus, der dem Betrachter wie ein grausames Spiel erscheint. Diese Bilder illustrieren sehr schön, wie vielschichtig die Malerin Realität und Bildwirklichkeit begreift.
Dr. S. Jung